Der Bauch als Spiegel der Seele...

Fenchel


Foeniculum vulgare 

Vorkommen:

Beheimatet ist der Fenchel im Mittelmeergebiet, er wird jedoch zu pharmazeutischen Zwecken in Osteuropa, Mitteleuropa, Indien, China und Argentinien angebaut.

Merkmale:

Der Stängel des bitteren Fenchels ist gefurcht und blaugrün bereift. Er besitzt stark gefiederte Blätter. Die gelben Blüten sind zu einer Dolde angeordnet und blühen von Juni bis Oktober.

Drogen:

Verwendet werden die Früchte, Foeniculi fructus

Inhaltsstoffe:

In den Früchten sind ätherische Öle, fette Öle, Flavonoide und Cumarine enthalten.

Wirkung und Anwendungsgebiete:

Der Fenchel hat eine stark entkrampfende, karminative und schleimlösende Wirkung.

Er wird vorallem bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl Blähungen und krampfartige Magen- Darmbeschwerden eingesetzt. Der Fenchel ist sehr wirksam bei Säuglingen und Kleinkindern. Durch seine schleimlösende Wirkkraft, wird er auch bei Katarrhen der oberen Atemwege eingesetzt.

 

 

Pfefferminz


Mentha x piperita L.

Vorkommen:

Die Pfefferminze stammt aus gemässigten Klimazonen in Europa und der USA. Sie ist vorallem in Gärten anzutreffen, verwildert sieht man sie auch an feuchten Orten und Gräben.

Merkmale:

Die Pfefferminze ist wohl eine spontan entstandene Kreuzung zwischen zwei Minzarten. Die Laubblätter sind länglich- eiförmig und riechen beim zerreiben intensiv. Die Blütenkrone ist violett in lockeren Scheinähren. Sie blüht von Juli bis September.

Drogen:

Verwendet werden die Blätter,Menthae piperitae folium

Inhaltsstoffe:

Der Hauptwirkstoff ist das ätherische Öl, besonders Menthol.

Wirkung und Anwendungsgebiete:

Die Pfefferminze wirkt krampflösend, karminativ, antibakteriell, schleimlösend, kühlend und magenberuhigend.

Sie wird vorallem bei Reiseübelkeit mit Ingwer eingesetzt.  Angewendet wird sie ebenfalls auch bei krampfartigen Beschwerden des oberen Gastrointestinaltrakts. Sehr angezeigt ist sie auch bei Kopfschmerzen und Migräne.

Bei Sodbrennen und Gallenblaseentzündungen wie auch Leberleiden sollte die Pfefferminze nicht angewendet werden. 

Das Pfefferminzöl darf nicht bei Säuglingen und kleinen Kindern  angewendet werden.

 

 

Schafgarbe


Achillea millefolium L.

Vorkommen:

Die Schafgarbe ist in ganz Europa, Nordafrika und einen Teil Asiens beheimatet. Man findet sie überall in Wiesen, Weiden und Strassenrändern.

Merkmale:

Die Schafgarbe besitzt einen aufrechten, hohen Stengel, besonders charakteristisch sind ihre doppelt gefiederten Blätter. Der Blütenstand ähnelt einer Dolde und lockt mit seinen weissen bis leicht rötlichen Blüten viele Insekten an. Die Schafgarbe blüht von Juni bis Oktober.

Drogen:

Verwendet wird der oberirdische Pflanzenteil, Millefolii herba, während der Blüte.

Inhaltsstoffe:

Die Schafgarbe enthält äthersiche Öle, Bitterstoffe, Flavonoide und Gerbstoffe.

Wirkung und Anwendungsgebiete:

Entzündungshemmende, krampflösende, zusammenziehende und antibakterielle Eigenschaften gehören zur Wirkung der Schafgarbe.

Sie wird bei Appettitlosigkeit, Beschwerden im Magen- Darm Bereich, krampfartigen Beschwerden im Unterleib (auch während der Mens) und zur Förderung der Gallensekretion angewendet.

Die Schafgarbe sollte nicht bei Korbblütlerallergie eingenommen werden.

 

 

 

 

Mariendistel


Silybum marianum

Vorkommen:

Die Mariendistel liebt trockene, steinige Böden. Auf Schuttplätze, Wegränder und Vieweiden fühlt sie sich sehr wohl.

Merkmale:

Mit ihrem purpur- roten Blütenköpfchen, ist die Mariendistel eine sehr auffallende Pflanze. Ihre Blätter sind weiss gefleckt und mit Dornen besetzt. Ihre Hüllblätter sind zu Stacheln ausgebildet.

Drogen:

Verwendet werden die reifen, vom Pappus befreiten Früchte, Cardui mariae fructus und das Kraut, Cardui mariae herba.

Inhaltsstoffe:

Hauptinhaltsstoff ist das Flavonoid Sylimarin, ebenfalls enthalten sind Fette Öle.

Wirkung und Anwednungsgebiete:

Das Sylimarin wirkt antagonistisch gegenüber vielen Leberschädigungen.

Sie wirkt also hepatoprotektiv, regenerierend auf Leberzellen und entzündungshemmend. Die Mariendistel ist die Leberpflanze schlecht hin. Sie wird bei toxischen Leberschäden, bei chronisch entzündlichen Lebererkrankungen, Fettleber und begleitend bei Leberzirrhose angewendet.

Ebenfalls ist sie in Fertigarznei für Verdauungsstörungen enthalten.

Die Mariendistel ist der Antidot bei einer Vergiftung mit Knollenblätterpilz.


Malve


Malva silvestris

Vorkommen:

Die Malve bevorzugt sonnige Hänge, sowie Weg-, Feld und Wiesenränder. Sie ist in Europa und Asien beheimatet.

Merkmale:

Die Malve ist eine mehrjährige, buschige Pflanze. Ihre Blätter sind rundlich und 3-7 teilig gelappt. Die Blüten sind intensiv violett gefärbt. Sie blüht von Juni bis August.

Drogen:

Man verwendet die Blüte, Malvae flos, sowie die Blätter, Malvae folium

Inhaltsstoffe:

Die Malve ist reich an Schleimstoffe, Gerbstoffe, Vitamin C und Flavonoide

Wirkung und Anwendungsgebiete:

Die Malve wirkt stark reizmildernd auf die Schleimhäute im Mund- Rachenraum, der oberen Luftwege und im Magen- Darm Trakt. Sie wirkt daher schleimhautschützend und entzündungshemmend. Sie wird bei jeglichen Beschwerden im Verdauungstrakt sowie bei Entzündungen der Luftwege angewendet.